Zu einer fest vereinbarten Uhrzeit wird der fertig gebundene Kranz von der Nachbarschaft gebracht. Schön ist es, wenn einer der Nachbarn einen Musiker unter Bekannten besorgen kann. Stimmung bringt ein Akkordeon. Mit ihm voran musizierend, wird der Kranz der Länge nach durch die nähere Nachbarschaft getragen. Dabei werden von allen Anwesenden bekannte Lieder gesungen. Dadurch wird auch allen übrigen Nachbarn kundgetan: Hier geschieht etwas ganz Besonderes. Schnell finden sich zahlreiche Neugierige ein, die dann auch beim Aufhängen des Kranzes zusehen. Zwischendurch muss das Silberpaar immer wieder eine Runde Schnaps oder Likör spendieren. Wurde der Kranz am Haus angebracht, wird dieser einen Tag vor der Hochzeit mit den gefertigten Rosen behangen. Als Krönung ziert den Kranz eine Jubiläumszahl: hier die 25. Diese ist beim Floristen zu bekommen. Wie man so eine Jubelzahl selbst herstellen kann, zeigt eine der anschliessenden Abbildungen.
Der von den nächsten Nachbarn gebundene und feierlich um den Hauseingang angebrachte Kranz bleibt die folgenden 14 Tage nach der Hochzeit noch hängen. Dann wird er zu einem Nachbarn gebracht, der in den folgenden Jahren ebenfalls ein Jubiläum feiert. Bei ihm wird der Kranz ebenfalls um seine Eingangstür befestigt. Zur Belohnung bekommt die ganze Nachbarschaft, einschliesslich dem Silberpaar, Schnaps, Bier und Schnittchen oder Suppe mit frischem Brot.