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Diamanten

Brautpaare investieren zu ihrem Hochzeitsfest in der Regel eine nicht unerhebliche Geldsumme in Schmuck. Wird ein Ring mit einem Brillanten gewählt oder in Erwägung gezogen, ist es für ein Paar ein grosser Vorteil, gewisse Informationen zu besitzen. Qualitätsmerkmale von Diamanten bestimmen deren Preis. Entscheidet sich das Paar beispielsweise für einen Zirkonia, bezahlt es für diesen Edelstein nicht mal ein tausendstel eines Brillanten! Das muss man aber erst einmal wissen! In diesem Thema geht es somit auch um Ihr Geld. Juweliere und Schmuckhändler merken sofort, ob ein Kunde etwas Ahnung von der Materie hat oder nicht. Schon durch einige Grundkenntnisse werden Verhandlungsvoraussetzungen im Allgemeinen positiv bewertet.

Nach alten Berichten wurden in Indien bereits im vierten Jahrtausend vor Christus Diamanten gefunden. Man sagte ihnen magische Kräfte nach, weshalb man sie auch als Talismane benutzte.

Der Diamant ist neben dem Graphit und den Fullerenen (sphärische Moleküle aus Kohlenstoffatomen) eine von den drei Erscheinungsformen des Kohlenstoffs und ist das härteste dem Menschen bekannte Material. Sein Härtegrad ist 140 Mal so hoch wie der eines Robines! Aber wie und mit was kann dieses härteste aller uns bekannten Materialen geschliffen werden?

Jeder Diamant hat viele einzelne Kristallflächen, welche unterschiedliche Härten aufweisen. Durch diese Eigenschaft ist es möglich einen Diamant mit einem Diamant zu schleifen, weil in dem dazu verwendeten Diamantpulver alle Härtegrade vorkommen.

Ein Diamant bekommt seine Strahlung durch sorgfältiges Schleifen der einzelnen Facetten. Deren Winkel müssen in speziellen Verhältnissen zueinander stehen, um so zahllose Lichtreflexionen auszulösen. Der wahre Wert eines Diamanten wurde erst durch die Erfindungen moderner Schleiftechniken offenbar.

Schliff eines BrilliantenDie charakteristische und häufigste Schleifform von Diamanten ist der Brillantschliff. Als Merkmal muss die Tafel im Oberteil mindestens 32 Facetten aufweisen. Unter der kreisrunden Rundiste sollte der Unterteil mindestens 24 geschliffene Facetten aufweisen. Auf diese Art geschliffene Diamanten dürfen als Brillanten bezeichnet werden. Wurden andere Edelsteine im Brillantschliff verarbeitet, müssen sie eindeutig bezeichnet sein. Beispiel: Zirkonia in Brillantschliff. Wegen ihrem günstigen Preis sind diese heute sehr begehrt. Würde ein echter Brillant 3.000 Euro kosten, währe der Preis eines Zirkonia in Brillantschliff bei gleicher Größe nur 2 Euro!

Die Qualität von geschliffenen Diamanten wird nach den Kriterien der so genannten vier C bewertet. Danach richtet sich der Preis.

Kriterium = Prüfen der Masse in Karat / carat weight

Für die Edelsteine ist die Gewichtseinheit das Karat, abgekürzt ct., welches exakt 0,2 Gramm entspricht. Diese Abkürzung steht für die lateinische Bezeichnung des Johannisbrotbaums Ceratonia siliqua, dessen Samen sehr gleichmässig gross werden und früher die Voraussetzung dafür gaben, als Gewichte benutzt zu werden.

Kriterium = Feststellung der Reinheit / clarity

Diamanten werden auf ihre Reinheit hin mit zehnfacher Vergrösserung begutachtet und beurteilt. International gibt es dafür elf Stufen der Beschreibung, Bedeutung und Kurzbeschreibung.

  • auch bei 10-facher Vergrößerung lupenrein (keine Einschlüsse erkennbar), flawless, fl
  • bis auf mögliche Oberflächenspuren von der Verarbeitung lupenrein, internally flawless, if
  • Einschlüsse sind auch bei 10-facher Vergrösserung nur sehr, sehr schwer zu erkennen, very, very small inclusions, vvs1 / vvsi
  • Einschlüsse sind auch bei 10-facher Vergrösserung nur sehr schwer zu erkennen, very, very small inclusions, vvs2
  • Einschlüsse sind bei 10-facher Vergrösserung schwer zu erkennen, very small inclusions, vs1 / vsi
  • Einschlüsse sind bei 10-facher Vergrösserung zu erkennen, very small inclusions, vs2
  • Einschlüsse sind bei 10-facher Vergrösserung leicht zu erkennen, small inclusions, si1
  • Einschlüsse sind bei 10-facher Vergrösserung, jedoch nicht mit blossem Auge sehr leicht zu erkennen, small inclusions, si2
  • Einschlüsse mit blossem Auge gerade noch erkennbar, mindern die Brillanz jedoch nicht, Piqué I (Pikee I), pi1
  • Einschlüsse mit blossem Auge erkennbar, mindern die Brillanz schwach, Piqué II (Pikee II), pi2
  • Einschlüsse mit blossem Auge leicht erkennbar und mindern die Brillanz deutlich, Piqué III (Pikee III), pi3

Kriterium = Bestimmung der Farbe / colour

  1. Für das ungeübte Auge scheinen die Diamanten farblos zu sein. Fachleute aber sind in der Lage Diamanten in verschiedenen Farbklassen einzuteilen.
  2. Hochfeines Weiß+ (River), GIA-Bezeichnung: D
  3. Hochfeines Weiß (River), GIA-Bezeichnung: E
  4. Feines Weiß+ (Top Wesselton), GIA-Bezeichnung: F
  5. Feines Weiß (Top Wesselton), GIA-Bezeichnung: G
  6. Weiß (Wesselton), GIA-Bezeichnung: H
  7. Leicht getöntes Weiß+ (Top Crystal), GIA-Bezeichnung: I
  8. Leicht getöntes Weiß (Top Crystal), GIA-Bezeichnung: J
  9. Getöntes Weiß+ (Crystal), GIA-Bezeichnung: K
  10. Getöntes Weiß (Crystal), GIA-Bezeichnung: L
  11. Getönte 1 (Top Cape), GIA-Bezeichnung: M
  12. Getönt 2 (Cape), GIA-Bezeichnung: O

Kriterium = Beurteilung des Schliff / cut

Für das Feuer eines Diamanten ist der gekonnte Schliff massgeblich. Während der eine Diamant leblos wirkt, sprüht aus einem anderen scheinbar Feuer. Die nachfolgende Übersicht nach RAL 560 A5E beschreibt vier Qualitätsstufen:

  1. Sehr gut (very good) hervorragende Brillanz. Wenige oder nur geringfügige äussere Merkmale. Sehr gute Proportionen.
  2. Gut (good) Gute Brillanz. Einige äussere Merkmale, Proportionen mit geringen Abweichungen.
  3. Mittel (medium) Brillanz gemindert. Mehrere grössere äussere Merkmale. Proportionen mit erheblichen Abweichungen.
  4. Gering (poor) Brillanz erheblich gemindert. Grosse und/oder zahlreiche äußere Merkmale. Proportionen mit sehr deutlichen Abweichungen.
Neben dem Brillantschliff gibt es weitere bekannte Schliffformen:
- Antik-Schliff
- Baguette-Schliff
- Herz-Schliff
- Marquise-Schliff
- Oval-Schliff
- Peruzzi-Schliff
- Sechseck-Schliff
- Smaragd-Schliff
- Tropfen-Schliff

Fancy Diamonds

Die Bezeichnung Fancy kommt aus dem englischen und heisst schick. Besonders reinfarbige Diamanten, die auch Fancys genannt werden, kommen nur ganz selten vor. Deshalb sind sie auch wertvoll und recht teuer. Insgesamt werden sieben Fancyfarben unterschieden: kanariengelb, braun, blau, grün, rot, pink und rosa. Ihre farbliche Ausprägung ist durch unterschiedliche Stoffe wie Stickstoff und Bor oder Strahlungsdefekten, Kristalldefekte und Kristallunreinheiten hervorgerufen worden.

Durch künstliche radioaktive Bestrahlung und Temperaturbehandlung wird die Farbe ebenfalls beeinflusst. Bei diesen Steinen ist eine erfolgte Behandlung im Zertifikat anzugeben, da sie erheblich geringwertiger sind.

Handel mit Diamanten

Der Handel mit geschliffenen Diamanten wird von den Diamantenbörsen beherrscht. Davon gibt es in etwa zwanzig weltweit, allein vier befinden sich in Antwerpen. Der belgische Ort gilt seit 1477 als Zentrum des internationalen Diamantenhandels. Dadurch wird fast die Hälfte aller geschliffenen Diamanten vom Markt in Antwerpen geliefert, was den Ort natürlich auch für Schmuckhersteller attraktiv macht. Aus diesem Grund sind viele Unternehmen dort ansässig, die im Diamantensektor beschäftigt sind. So lässt beispielsweise die Marke Baunat in Antwerpen seinen Diamant Schmuck von Hand anfertigen und arbeitet mit vielen belgischen Designern zusammen. Weitere Zentren des Diamanthandels sind neben Antwerpen beispielsweise New York, London, Tel Aviv und Bombay. An den Diamantbörsen begegnen sich Diamantäre, Makler und Fabrikanten, um die kostbaren Steine zu kaufen und zu verkaufen.
Wichtig beim Diamantkauf ist das dazugehörige Zertifikat, das sämtliche Eigenschaften des Steines aufführt und somit dafür sorgt, dass dieser nicht mit einem anderen verwechselt werden kann und sein Wert festgehalten ist. Dadurch können Diamanten sogar als Wertanlage dienen. Ein solches Zertifikat sollte von unabhängigen Gemmologie-Laboren erstellt worden sein und ist gegen Fälschung geschützt, denn ähnlich wie auf Geldscheinen oder Personalausweisen werden Hologramme, besondere Texturen und dergleichen eingebaut. Die Zertifikate sollen außerdem dem Handel mit sogenannten Blutdiamanten entgegenwirken.

Herstellung synthetischer Diamanten

Seit dem 15. Februar 1953 ist es möglich Diamanten künstlich herzustellen. Graphit wird bei Temperaturen von über 1.500 Grad und einem hydraulischen Druck von bis zu 60.000 Bar zusammengepresst. Der Umwandlungsprozess dauert mehrere Wochen.

Verwendung von Diamanten

Diamanten werden nicht nur als hochwertige Schmucksteine verwandt. Ihre grösste wirtschaftliche Bedeutung finden sie jedoch durch industrielle Verwendung als Schneidstoffvorsatz von Schleif,- Bohr- und Schneidwerkzeugen.

Irdische Vorkommen

Neben Russland und Afrika gibt es in Australien und Kanada die größten Diamantvorkommen. Der industrielle Bedarf ist von Naturdiamanten nicht zu decken, daher werde 80 Prozent der fehlenden Masse synthetisch hergestellt.

 

 

 

 

 

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